„Sie, sagen Sie mir, ist das das Bierhaus …“

Nestroy-Gespräche 2019: Programm

„Sie, sagen Sie mir, ist das das Bierhaus, wo die Schauspieler nach dem Theater immer hingehn?“ (Johann Nestroy: Dreyßig Jahre aus dem Leben eines Lumpen II,2)

Theaterräume, Theaterbauten, Theaterorte des (Volks)Theaters

Programm

Stand: März 2019

Dienstag, 2. Juli 2019

  • Anreise nach A–2320 Schwechat, Justiz-Bildungszentrum (Schloss Altkettenhof), Schlossstraße 7. Das Tagungsbüro im Gästehaus ist von 14:30 Uhr bis 18:30 Uhr geöffnet.
  • 18:30 Begrüßung
  • 20:30 : Aufführung der 47. Nestroy-Spiele: „Nestroy’s Wohnung zu vermieten!“ (Regie: Peter Gruber)
    Schwechat-Rannersdorf, Schloss Rothmühle, Rothmühlstraße 5

Mittwoch, 3. Juli 2019

  • 10:00 Begrüßung und Einführung
  • 10:10 Patrick Aprent (Wien, A) und Magret Berger (Wien, A): Itinerar der Anna Blumlacher, oder: Örtlichkeit und Ortlosigkeit des Theaters im 19. Jahrhundert
  • 10:50 Toni Bernhart (Stuttgart, D): Orte, Räume, Welten. St. Georgs kurzer Weg von Hötting nach Graun
  • Pause
  • 11:50 Nestroy’s Wohnung zu vermieten! – Diskussionsrunde über Stück und Aufführung. – Moderation: Johann Hüttner (Wien, A)
  • Mittagspause
  • 15:00 Christoph Schmitt-Maaß (München, D): Dynamische Bühnenräume. Nestroys Eisenbahnheirathen (1844) und die vormärzliche Theaterpoetik der Fluktuation
  • 15:40 Julia Danielczyk (Wien, A): Wo er war, ist Österreich: Josef Meinrad
  • Pause
  • 16:40 Hugo Aust (Köln, D): „Building Stories“. Temperierte Wohnzimmer in Nestroys Posse Das Haus der Temperamente und anderswo
  • Pause zum allfälligen Abendessen
  • 19:30 Manfred Draudt und Othmar Nestroy: „Erlebnis und Erinnerung – der Zweite Weltkrieg in Wien im Tagebuch einer Engländerin und im Rückblick von Othmar Nestroy“

Donnerstag, 4. Juli 2019

  • 09:00 Oswald Panagl (Salzburg, A): „‘s Gwölbzusperrn war immer meine Leidenschaft“: Szenische Räume bei Nestroy zwischen Gartenpavillon und Bäckerstube
  • 09:40 Christoph Stoll (Innsbruck, A): „Der Gebrauch der Pferde auf dem Theater ist zwar geduldet, jedoch soll im Gallopp weder gefahren noch geritten werden.“ Aspekte der Verrechtlichung des Theaterraums im 19. Jahrhundert
  • Pause
  • 10:40 Martin Stern (Basel, CH): Drinnen oder draussen? Der Spacial Turn in der neueren Theaterpraxis und Theaterwissenschaft
  • 11:20 Jan Ehrhardt (Frankfurt a.M., D): Geschlecht. Gelächter. Gelüste: Zur Komik bei Johan Nestroy
  • Kurze Mittagspause, so „daß man nur nothdürftig die Zeit zur Jause herausbringt“
  • 13:00 Nachmittagsausflug nach Heiligenkreuz und Mayerling, Abschluss bei einem Heurigen in der Umgebung von Baden

Freitag, 5. Juli 2019

  • 10:00 Maria Piok (Innsbruck, A): „Jeder hat an Wien sehnsuchtsvoll dacht“. Ort und Ortsbezüge in Nestroy-Übersetzungen
  • 10:40 Henk J. Koning (Putten, NL): Franz Grillparzer und Karl von Holtei. Ein bedeutender Dichter und ein unbedeutender Schriftsteller?
  • 11:20 Dragoş Carasevici (Jassy, Rumänien): Nestroysche Einflüsse auf Friedrich Dürrenmatts Theatervision
  • Mittagspause
  • 15:00 Ursula A. Schneider (Innsbruck, A): Der Unbedeutende? Leopold Liegler (1882–1949), Kulturvermittler und Literaturkritiker
  • 15:40 Herbert Limberger (Wien, A): Ich oder Ich. Johann Nestroy oder Ferdinand Ebner. Das Denken des Dialogphilosophen Ebner anhand von Nestroy’s Weisheiten
  • Geselliges Beisammensein

Samstag, 6. Juli 2019

  • Allmähliche Abreise oder: „Ich bin abgereist, lieber Freund, doch nur zum Schein.“