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strich

Die Rothmühle

Spielgruppe St. Jakob, Nestroy-Spiele in der Rothmühle

KURZE VORGESCHICHTE Die Tätigkeit des „Amateurtheaters St. Jakob“ lässt sich bis 1942 zurückverfolgen. In diesem Jahr sind Aufführungen der Laiengruppe im Jugendheim der Groß-Schwechater Kirche nachweisbar. Als Regisseur und Schauspieler fungierte schon damals der spätere Leiter der Theatergruppe, Walter Mock.

SCHWERE JAHRE Weder die Anfeindungen des NS-Regimes, noch die schweren Nachkriegsjahre konnten die Gruppe von ihrer Vorliebe abbringen, und schon bald nach Kriegsende trat sie wieder in der Öffentlichkeit auf, vorerst in Gasthaussälen. Im Sommer 1949 spielten sie im Vorhof der Schwechater St. Jakobskirche erstmals Hofmannsthals „Jedermann“. Ihr „Spiel vom Leben und Sterben des reichen Mannes“ wurde mit größter Anerkennung bedacht, was die Schauspieler veranlasste, es auch n den folgenden Jahren zur Aufführung zu bringen.

VEREINSGRÜNDUNG Nach vielen Jahren beschränkter Möglichkeiten kam es 1959 zur der vereinsmäßigen Gründung der „Spielgruppe St. Jakob“, die noch im selben Jahr einen Proben- und Aufenthaltsraum in der Schwechater Körnerhalle beziehen konnte.
1960 wurde mit Unterstützung der Stadtgemeinde Schwechat das „Kulturwerk Schwechat“ als übergeordnete, kulturelle Institution gegründet und zu dessem Obmann der „Spielleiter“ der Spielgruppe St. Jakob, Walter Mock, berufen. Das Kulturwerk veranstaltete nun auch musikalische und literarische Darbietungen und verpflichtete neben den heimischen Talenten auch international bekannte Künstler.

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Walter Mock, Mitbegründer der
Spielgruppe St. Jakob und
Initiator der Schwechater
Nestroy-Spiele als „Jedermann“

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DER DURCHBRUCH 1971 wurden der Gruppe von der Brauerei Schwechat Räumlichkeiten im ehemaligen „Gasthaus Huber“, in der Brauhausstraße 6, zur Verfügung gestellt, worin sie eine Probe- und Studiobühne, das FORUM, einrichten konnte. Dort wurden ab diesem Zeitpunkt alljährlich zwei bis drei Theaterstücke einstudiert und dem Publikum vorgetragen.
1972 trat das Ensemble erstmals mit „Jedermann“ im Hof des Schlosses Rothmühle auf.
Ab 1973 wurden die Nestroy-Spiele in der Rothmühle zur ständigen kulturellen Einrichtung Schwechats. Das Team hatte sich zu diesem Zeitpunkt mit seinen Tourneen auch im Ausland große Anerkennung erworben. Gastspiele in Deutschland, der Schweiz, der Tschechoslowakei, in Holland usw. machten den Namen der Spielgruppe St. Jakob in halb Europa bekannt.

NOTLÖSUNG Doch vorerst verlor die Gruppe ihre Proben- und Bühnenräume in der Brauhausstraße. Das Haus wurde im Sommer 1980 abgerissen und damit Platz für einen Durchgang zur Friedhofstraße geschaffen. Nach kurzer Zeit in einem Notquartier bekam die Spielgruppe 1982 im „FORUM IN DER BARACKE“, in der Altkettenhofer Straße 6, das vom 13. bis 24. April mit einem umfangreichen Kulturprogramm seine Eröffnung feierte, eine neue Heimat. Die Baracke war jedoch nur ein Notquartier. Sie musste auch mit anderen Aktivisten geteilt werden und entsprach nur notdürftig den Anforderungen der Schauspielergruppe.

EIN NEUES HAUS Die Stadtgemeinde Schwechat bemühte sich in den nächsten Jahren, eine praktikable Unterbringungsmöglichkeit für das Kulturwerk und dessen Nestroy-Schauspieler zu finden. Als im Jahre 1988 das Schwechater Elite-Kino zusperren musste, beschloss der Gemeinderat den Ankauf des Hauses, das in den folgenden drei Jahren mit großem Kostenaufwand umgebaut wurde. Am 30. November 1991 konnte das neue FORUM in der Ehrenbrunngasse eröffnet werden. Dort fand dann auch die „Spielgruppe St. Jakob“ die besten Voraussetzungen für ihre Proben und zur Unterbringung ihres Fundus und kann nun getrost ins 3. Jahrtausend blicken.

Einleitung
Geschichte I
Geschichte II
Geschichte III
Geschichte IV
Fresken
Kapelle
Nestroy-Spiele