Mädl aus der Vorstadt-Pressestimmen
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Nestroy mit Handy, Graffiti, Jazz |
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Durchfrorene Schauspieler, durchfrorene Zuschauer das kann mitunter passieren, wenn das Wetter nicht mitspielen will und die Theatermaschine nicht auf volle Touren kommt. Bei den traditionellen Schwechater Nestroy-Spielen in Schloss Rothmühle feiert man das 30-jährige Bestehen mit dem "Mädl aus der Vorstadt". Brav! Nestroy vincit omnia Nestroy besiegt alle! Das ist unbestritten. Und auch diesmal gabs viel Spaß. Und doch: Das für Nestroy lebenswichtige Instrument des Zynismus und der beißenden Kritik wird doch sehr harmlos und entschärft verwendet: Frisch für den lauen Sommerabend produziert, ohne anzuecken! Man fügt ein bisserl Kritik an der Regierung, Staatssekretären und an der Globalisierung ein. Aber unter die Haut gehts nicht. Wo ein neuer Text geschrieben wurde, blieb die Feder stumpf. Ansonsten hat Regisseur Peter Gruber eine modische und unterhaltsame Variante des Stücks mit heiteren Anklängen ans Heute (Handy, Graffiti, Jazz) geschaffen. Im 1. Teil agieren die bunten oberen Zehntausend auf der Bühne, nach der Pause und einem Spielortwechsel planscht man im Swimmingpool. Als applauswürdige Leistungen sind hervorzuheben: Franz Steiner als Schnoferl, der den richtigen Tonfall trifft; Willibald Mürwald als farbenfroh gestylter Betrüger Kauz, die Damen jeweils nach Charakterfach schrill bis geruhsam. |
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OL |
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Titel Internationales Nestroy Zentrum |