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nestroy-spiele schwechat 1989
  • Nestroy-Spiele 1989:
    Einen Jux will er sich machen
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Rothmühle / Rannersdorf, Schlosshof
17. Nestroy-Spiele Schwechat 1989

Einen Jux will er sich machen

Premiere 30. Juni 1989

Über den „Jux“ viele Worte zu verlieren, ist müßig. Er spricht für sich selbst. John Oxenfords im Jahre 1835 im Theater Royal uraufgeführte Farce „A Day Well Spent“ nachgstaltet, gelangte „Einen Jux will er sich machen“ am 10. März 1842 in Wien zur Erstaufführung und wurde sofort ein Bombenerfolg. Eine Vorstellungszahl von 161 Aufführungen zu Nestroys Lebzeiten dokumentiert dies eindrucksvoll.

der schützling
Julia Höfler, Franz Steiner

Zweifellos ist – im Gegensatz zu einer Reihe anderer Stücke – ein sozialkritischer oder gar politischer Aspekt im „Jux“ nicht vorhanden. Auch sind die Wortspiele und Dialoge nicht von jener hintergründigen, entlarvenden Schärfe, wie man sie aus Nestroys besten Stücken kennt. Doch zählt der „Jux“ auf Grund seines klaren dramaturgischen Aufbaus, seiner köstlichen Situationskomik und seiner prägnanten Sprache auch heute noch zu den beliebtesten und meistgespielten Werken von Johann Nestroy.

Die schwierige Aufgabe einer unklischierten und zugleich uneitlen Interpretation ist uns bewusst, hat doch fast jeder Wiener seinen eigenen „Jux“ im Kopf oder ihn in blendender Besetzung irgendwann einmal schon gesehen. Vergleiche sind unausbleiblich.

Trotzdem wollen wir uns mit dem gebührenden Respekt, aber ohne falsche Ehrfurcht „frischvonderleberwegig und unspomponadisch“ mit ihm auseinandersetzen, in der Hoffnung, den Spaß, den er uns bereitet hat, vermitteln zu können.